Problemschule in Winterthur: Eltern von Schulkindern in Wülflingen haben Alarm geschlagen, weil im Schulhaus Wyden anscheinend Angst und Gewalt herrschen. Ein Schulpsychologe und die Mobbing-Expertin Bettina Dénervaud ordnen das Geschehen ein.

Lesen Sie den interessanten Zeitungsartikel zum Thema Mobbing und Gewalt, wo die Mobbing-Expertin Bettina Dénervaud ähnlich wie der Schulpsychologe argumentiert: „In meinem Arbeitsalltag kann ich nicht bestätigen, dass Mobbing ein Problem von Kindern mit Migrationshintergrund ist. Oft kommen die Mobberkinder aus gut situierten Familien des oberen Mittelstandes. Sie sind das, was man wohlstandsverwahrlost nennt.“ Die Beschreibungen aus Winterthur sind sehr beispielhaft für ihre tägliche Arbeit: „Niemand will hinschauen, geschweige denn Verantwortung und Führung übernehmen. Und am Schluss gehen die Erwachsenen auch noch aufeinander los.“ Ihre Beobachtung: „Mobbing gab es schon immer. Aber tendenziell haben die Intensität und das Ausmass der Gewalt in den letzten fünf Jahren zugenommen.“

Bettina Dénervaud von der Mobbing-Fachstelle „Hilfe bei Mobbing“ findet ausserdem, dass es an den Schulen oft an klarer Führung fehlt: „Viele Schulleitungen haben Angst vor der Reaktion der Eltern auf unangenehme Entscheide. Grosse Erfolge haben wir in der Praxis nur, wenn die Schulleitung hinschaut, die Führung übernimmt und sich nicht vor unangenehmen Dingen drückt.“

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